Unsere Geschichte

Die Firma Löw wurde 1929 von Konrad Löw gegründet.

Seine Firma war eine von fünf Schmiedewerkstätten  in Weißenburg und als Huf- und Wagenschmiede anfangs stark landwirtschaftlich ausgerichtet. Er erkannte jedoch sehr schnell die Möglichkeiten, die der Fahrzeugbau bot und legte ein großes Gewicht in den Bau von Anhängern nach speziellen Kundenwünschen. Fuhrunternehmen, Brauereien und Baustoffhändler gehörten wie  Landwirte und Handwerkskollegen zu seinen Kunden.

Das Schmiedefeuer brannte täglich und die Hammerschläge am Amboss waren weit zu hören, wenn Meißel, Pickel oder Pflugscharen geschärft, oder Teile geschmiedet wurden. Ob Stahlreifen angefertigt und auf Holzräder aufgezogen und Wagen aus Holz gebunden, oder Pferde beschlagen wurden, die Arbeit war meist mit Staub, Lärm und Rauch verbunden.

Während Konrad Löw nach dem Zweiten Weltkrieg noch über einhundert Pferde zu beschlagen hatte, war deren Anzahl mit der Modernisierung ständig rückläufig, so dass Friedrich Löw, der die Firma 1960 übernahm, den Hufbeschlag Ende der 80er Jahre aufgab.

Heute führt der Schmiedemeister Mathias Löw in dritter Generation die Firma.

Aus Platzgründen siedelte die Firma Mitte der sechziger Jahre aus der Altstadt auf den heutigen Standort, der später noch einmal kräftig ausgebaut wurde.

Schmiede, Stahlbau und Bauschlosserei

Wenn das Schmiedefeuer heute auch nicht mehr täglich brennt, werden doch noch Werkzeuge geschärft oder Bedarfsteile geschmiedet. Viele Jahre waren schmiedeeiserne Gitter und Geländer hochmodern, und bescherte den Schmieden und Schlossereien gute Aufträge, doch Ende der achtziger Jahre wandelte sich der Trend zu Holz und Edelstahl. Die in der Firma Löw gewählten Formen wurden funktionell und erinnern heute oft an die schlichte Ästhetik des Bauhauses und an das Art déco.

Dienstleistungen für die ortsansässigen Firmen, wie die Reparatur von Entsorgungscontainern oder eingebunden Problemlösungen in den Betrieben oder auf Baustellen, banden uns fest an die heimische Wirtschaft und bescherte uns treue Kunden.

Dem Fahrzeugbau blieb die Firma stets verbunden und die Reparaturen von Rahmen und Aufbauten von Lastkraftwagen wie Anhängern und stellten ein wichtiges Standbein dar.

Über die Jahre hat die Firma Löw konsequent und nachhaltig in die Werkstatt und die Maschinenausstattung investiert, so dass sie heute mit einem leistungsfähigen Maschinenpark aufwarten kann. In ihren hellen und geräumigen Werkstatträumen stellt sie sich gerne für ihre Kunden jeder Art von fachlicher Herausforderung.

Über die vielfältigen und facettenreichen Leistungsnachweise informieren sie sich am besten im Bereich „Bauschlosserei„, wo dies mit einer großen Anzahl von Bildern dokumentiert ist.

Der Federschmied

Der besondere Umgang mit Federstahl, die Fertigung und die Reparatur von Blattfedern waren und sind noch heute die Spezialität des Hauses.

Als die Straßen noch durch große Unebenheiten und Schlaglöcher geprägt waren, waren Risse an Fahrzeugrahmen und gebrochene Blattfedern an der Tagesordnung und auch die meisten Schäden zu reparieren.

Natürlich brechen auch noch heute Blattfedern, deren einzelne Blätter meist ersetzt werden können.

Das Anpassen neuer Blattfedern an die Fahrgestelle von Geländewagen, die Umarbeitung von Federn für den Transportverkehr mit neuer Tragkraft, bis zur Neufertigung kompletter Pakete für Oldtimer prägen heute noch ein wichtiges Arbeitsfeld.

Der Schlüsseldienst

Nach einer Türöffnung als private Nothilfe vor über 30 Jahren wurde aus dem Schlüsselnotdienst eine Leidenschaft, die heute von Amtspersonen, Notdiensten und Privatpersonen häufig genutzt wird.

Ausblick

So bleibt die Firma Löw mit seinem heutigen Inhaber Mathias Löw und den Mitarbeitern kundennah, vielseitig und lädt auch gerne interessierte Besucher ein, die letzte Schmiede in Weißenburg zu besichtigen.

Ihr Mathias Löw